Kosten reduzieren: Ein paar Tipps, die das Überleben leichter machen

Arbeitsverhältnisse ändern sich, Einkommensverhältnisse ebenfalls. Viele Freie müssen mit weniger Bargeld auskommen. Das ist Realität – und es ist eben nicht peinlich! Dazu gehört, das Ausgaben-Budget anzupassen. Auch wenn gespart werden muss, der Weg zum Billigheimer muss nicht sein.

Sparen funktioniert. Ganz schlicht bei der Versicherung, der Künstlersozialkasse. Wer dort versichert ist, sollte flugs eine Einkommenskorrektur nach Wilhelmshaven melden – und so die Beiträge für Kranken-, Renten- und Pflegeversicherung reduzieren.

Wenn das nicht reicht, dann kann man in seinem Versicherungsportfolio schauen, was denn noch so drin ist. Zum Beispiel bei der Lebensversicherung: Rückkauf ist die schlechteste Variante, Verkauf an Dritte eine mögliche. Da erlöst der Verkäufer der Versicherung mehr als beim eigenständigen Rückkauf. Besser aber wäre, mit der Versicherung zu reden und die Beiträge ruhen zu lassen. So bleibt zumindest das angesparte Geld für die Altersvorsorge, beim Verkauf ist die zusätzliche Rente dagegen futsch.

Da wäre vielleicht noch das Auto: Haftpflicht muss sein, aber Teilkasko-Versicherung bei älteren Mobilen eventuell verzichtbar. Wenn man sich des Risikos bewusst ist, kann man dies versuchen. Wer all seine Versicherungen überprüfen lassen will, sollte sich dazu von einem unabhängigen Versicherungsberater informieren lassen.

Sparen im Job –das geht. Einfach mal nicht den Wahn mitmachen und alle drei Jahre einen neuen PC oder die mobilen Nachfolger kaufen. Vielleicht lässt sich das alte Schätzchen aufrüsten. Gleiches gilt für Handy und Co – JournalistInnen sind oft durchaus „technikaffin“. Das aber kann teuer sein, darum lohnt ein wenig Distanz zu sich selbst und die Überlegung, was mensch denn wirklich so braucht.

Ach ja, wer weniger arbeitet, muss eventuell weniger lesen. Wer Fachgebiete aufgibt, kann sich von liebgewordenen Zeitungsabos trennen. Das tut zwar hin und wieder „in der Seele weh“, spart aber den einen oder anderen Euro. Auch wenn’s die Kollegen in den dortigen Redaktionen schmerzt, das Überleben zählt.

Klar kann man ebenso im Alltag sparen – dabei muss es nicht an der Qualität sein. Lieber ein- oder zweimal in der Woche ein gutes Stück Fleisch als ständig Billig-Press-Schinken vom Discounter. Aber für so etwas gibt es ja den WDR-Haushalts-Check, da will sich der Freibrief nicht einmischen.

Es kann ja umgekehrt funktionieren. Denn Stiftungen und andere Institutionen ermöglichen Zusatzeinnahmen beispielsweise für Recherchen etc. Dies ist übrigens ein Geschäftsmodell, das in den USA bereits zum journalistischen Alltag gehört. Darum dazu mehr in nächsten Freibrief – wer bereits Erfahrungen damit hat, kann sich gerne mit schmidt@schmidt-schreibt.de in Verbindung setzen.

psch

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