Datensicherheit: Verschlüsselung der Kommunikation

Der US-Geheimdienst NSA soll riesige Datenmengen kopiert und ausgewertet haben. Welche Auswirkungen der Skandal auf unsere Arbeitswelt hat ist noch nicht absehbar. Doch eins ist klar: Wo sich in großen Firmen die IT-Abteilungen kümmern, müssen Freelencer selbst für Datensicherheit sorgen. Sei es aus Sorge vor Industriespionage, wegen des Quellenschutzes im Journalismus oder einfach aus Prinzip. Am Anfang steht die Risikobewerung. Welche Wege können meine Daten nehmen? Was passiert nach meinem Klick bei Amazon oder Dropbox? Das Schaubild von OpenDataCity zeigt recht eindrucksvoll, dass Daten mitunter einen langen Weg zurücklegen, oft ohne dass Anwender dies bemerken.

Welche Möglichkeiten gibt es um die eigenen Daten sicherer zu machen? Besten Schutz bietet nach wie vor die Datensparsamkeit. Daten die nicht anfallen können nicht ausgespäht werden. So hat der gute alte Terminkalender aus Papier spätestens seit Bekanntwerden von Prism einen Vorteil gegenüber seinem elektronischen Pendant: Er ist offline.

Ansonsten bleibt nur die Verschlüsselung von Daten. Um den eigenen Weg im Netz zu verschleiern kann man z.B. das Tor-Plugin im Firefox-Browser installieren (Anleitung). Emails lassen sich mit Hilfe des Standard-Programms Open-PGP (Pretty Good Privacy) verschlüsseln (Anleitung). Nutzer von Dropbox oder ähnlichen Diensten könnten ihre Daten mit dem Verschlüsselungsprogramm TrueCrypt schützen (Anleitung). Endgültige Sicherheit bringen auch diese Möglichkeiten nicht. Letztendlich kommt es darauf an, eine Lösung zu finden, die ein gutes Maß an Sicherheit bringt, aber dennoch im Alltag handhabbar ist.

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