Freie im WDR-Personalrat

Erfolge und Hilfen für den Alltag

Seit Juni vergangenen Jahres sitzen nunmehr vier arbeitnehmerähnliche Freie als ordentliche Mitglieder im WDR-Personalrat. Je zwei auf dem Ticket von ver.di (Johannes Höflich & Anja Arp) und vom DJV (Stephanie Haydamowicz & Frank Stach), der erste Nachrücker bei ver.di ist ebenfalls ein Freier (Karl Horn).

Von Anja Arp, Freie Personalrätin

Natürlich hat es ein bisschen gebraucht, bis alle Beteiligten sich an die neue und ungewohnte Situation gewöhnt haben. Doch inzwischen sitzen wir ganz selbstverständlich mit am Tisch und die Belange von Freien werden ebenso selbstverständlich besprochen wie die Belange von Angestellten. So gibt es zum Beispiel einen festen Tagesordnungspunkt für die Freien-Themen. Armin Behrens ist als freigestellter Personalrat für uns zuständig und vertritt uns offiziell dem Haus gegenüber. Er schreibt zum Beispiel im Namen des Personalrats Briefe, wenn es um Verstöße gegen den Tarifvertrag geht. Sehr bewährt hat sich auch unsere regelmäßige Sprechstunde immer mittwochs von 15 bis 17 Uhr. So haben wir zum Beispiel viele Freie erfolgreich bei ihren Urlaubsansprüchen und beim Krankengeld vertreten können. Und in einigen Fällen konnten wir auch berechtigte Honorar-Forderungen durchsetzen, die den Freien zunächst mal vorenthalten wurden.

Eine durchaus privilegierte Situation ist dies für die Freien in NRW, durchgesetzt auch mit Hilfe ihrer Gewerkschaft. Die hatte im Landtag und in den verschiedensten Gremien Druck gemacht. Erfolgreich – diese NRW-SPD als Mit-Regierungspartei hat erfreulicherweise mitgezogen. Dass dies nicht immer so ist, beweisen die Genossen in Brandenburg. Dort ist – fast – jeder einzelne oder jede einzelne im Gespräch vollmundig für die bessere Vertretung der Freien Medienschaffenden. Doch als es um die Abstimmung ging, war Schluss mit der Verlässlichkeit. Beim RBB sitzen die Freien jetzt doch nicht im Personalrat und werden so bewusst geschwächt. Schade eigentlich, denn in anderen Ländern war die SPD mit ihren jeweiligen Bündnispartner nicht so schwächelnd. Tja, die Brandenburger halten wohl doch keine steife Brise aus...

Inzwischen sitzen wir mit unserer Sprechstunde allerdings nicht mehr in Raum 178 im Vierscheibenhaus, sondern im Raum 459. Die Telefonnummer ist mit 0221 220-3733 gleich geblieben. Weil die Sprechstunde so gut ankommt, gibt es seit Dezember auch noch einen zweiten Termin: Immer freitags von 10 bis 15 Uhr am gleichen Ort. Wer als Freier also irgendwelche Probleme hat, sei es mit der Reisekostenabrechnung, Honoraren oder wer nicht weiß, ob er vielleicht Anspruch auf Urlaubsgeld hat oder ob er unter den Bestandschutz fällt – der wird bei uns kompetent beraten.

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