Archiv der Kategorie: Honorar

Tarifrunde für Tageszeitungsredaktionen: „Verleger sollen endlich Ross und Reiter benennen!“

Vor der morgen (23. August) stattfindenden zweiten Verhandlungsrunde für freie Journalistinnen und Journalisten sowie die rund 14.000 Redakteurinnen und Redakteure bei Tageszeitungen forderte der stellvertretende Vorsitzende der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di), Verhandlungsführer Frank Werneke, die Verhandler des Bundesverbands Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) auf, „endlich Ross und Reiter, also Zahlen und Fakten für Gehalts- und Honorarerhöhungen zu benennen.“

Die Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju) in ver.di habe schon vor langem konkrete Forderungen aufgestellt. So sollten die Gehälter und Honorare um 5,5 Prozent angehoben und der Geltungsbereich der Tarifverträge auch auf die für die Zeitungsverlage zunehmend wichtigeren Online-Redakteure ausgeweitet werden. Auch die Aus- und Weiterbildung müsse den modernen, crossmedialen Bedingungen in den Redaktionen angepasst werden: „Der BDZV muss uns in den Verhandlungen jetzt mit formulierten und bezifferbaren Vorschlägen konkret erklären, wie die Weiterlesen

Ausschüttung der VG Wort im August

Die VG WORT hatte im Mai dieses Jahres entschieden, vor der Durchführung der ursprünglich für Juli geplanten Hauptausschüttung zunächst eine Entscheidung des Oberlandesgerichts München über die Klage eines Autors gegen den Verteilungsplan der VG WORT abzuwarten. Nachdem das Gericht kurzfristig den Termin zur Verkündung dieser Entscheidung vom 25. Juli 2013 auf den 26. September 2013 verschoben hatte, sind Vorstand und Verwaltungsrat der VG WORT am Freitag, den 9. August 2013 zu außerordentlichen Sitzungen zusammengekommen, um vor dem Hintergrund der veränderten Sachlage über das weitere Verfahren zu entscheiden.

Der Vorstand der VG WORT hat in seiner heutigen Sitzung nach sorgfältiger Abwägung aller Umstände einstimmig beschlossen, die Hauptausschüttung 2013 Weiterlesen

ddvg unterstützt WR-Freie mit 100.000 €

Es hat etwas gedauert, aber nun ist es gelungen: Die ddvg hat sich bereit erklärt, die WR-Freien zu unterstützen. Sie hat dafür 100.000 Euro zur Verfügung gestellt. Das ist längst nicht so viel, wie wir uns gewünscht hätten, aber immerhin ist es eine (kleine) Anerkennung für die unverzichtbare Arbeit der freien Mitarbeiter!

Die Einmalzahlung können alle Freien erhalten, die für die WR gearbeitet haben und die unter die damals mit der Funke-Gruppe verhandelten Bedingungen fallen (d.h. mindestens ein Jahr Beschäftigung, mindestens 7.500 Euro Durchschnittshonorar pro Jahr, zu Einzelheiten s. Ende der Mail). Die Höhe richtet sich nach Dauer und Umfang der Beschäftigung. Was das konkret bedeutet, müssen wir noch ausrechnen.

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Auftakt der Tarifrunde Zeitungsredaktionen: Unzumutbare Forderungen der Verleger und keine Angebote

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) fordert die Zeitungsverleger auf offenzulegen, mit welchen konkreten Vorstellungen die Arbeitgeber in die Tarifrunde gehen. „Die Verleger verweigern ein Angebot für Gehälter und Honorare. Sie fordern uns stattdessen auf, Vorschläge zu Verschlechterungen unserer eigenen Tarifverträge zu machen – das ist skurril!“, sagte der stellvertretende ver.di-Vorsitzende Frank Werneke am Ende der ersten ergebnislosen Runde der Tarifverhandlungen für Zeitungsredaktionen am Freitag in Frankfurt/Main. Die nächste Runde der Tarifverhandlungen findet am 23. August 2013 statt. Weiterlesen

Gute Abschlüsse für Freie in WDR und Deutschlandradio

Unerwartet schnell waren in diesem Jahr die Tarifabschlüsse beim größten Sender der ARD, dem Westdeutschen Rundfunk, und beim kleineren Kölner Sender, dem Deutschlandradio, unter Dach und Fach. Mit einem Gesamtvolumen von 5,6 Prozent bei einer Laufzeit von 24 Monaten konnten die Ziele der Tarifkommissionen für feste und für freie Mitarbeiter mit Abstrichen erreicht werden. Jeweils zwei Verhandlungsrunden waren bei WDR und Deutschlandradio notwendig, um Ergebnisse zu erreichen.

Wie schon in den Jahren zuvor hat ver.di fristgerecht in allen ARD-Anstalten, beim ZDF und beim Deutschlandradio zeitgleich die auslaufenden Tarifverträge gekündigt. Das langfristige Ziel hinter dieser Strategie: Synchronisierte Tariflaufzeiten in allen Sendern, um mit möglichst großer Durchsetzungskraft einheitliche Abschlüsse zu erreichen. Zum 31. März waren somit die meisten Anstalten in tariflosem Zustand; allerdings war der WDR erst Ende April zu Verhandlungen bereit. Weiterlesen