Archiv der Kategorie: Allgemein

Gut zu wissen: Mit dem Ehering Steuern sparen

Es soll sie geben, die Journalistinnen und Journalisten, die Arbeit zum Beispiel im Büro gerne abgeben. – Rechnungen schreiben, Korrespondenz erledigen, Recherchen abgeben sind durchaus beliebte Arbeitsfelder, die es sich zu deligieren lohnt. Damit das Geld in der Familie bleibt, kann durchaus der Ehemann oder die Ehefrau beschäftigt werden. Das ist erlaubt – allerdings bitte keine Traumgehälter zahlen, auch wenn mensch gerne vom Partner oder von der Partnerin träumt. Für einfache Bürotätigkeiten – so entschied das Niedersächsische Finanzgericht – sind zehn Euro pro Stunde genug.

Fiese Verträge

Dass es vielen Freien nicht so gut geht und dass sie sich erpressbar fühlen, das nutzen Verlage gerne mal aus. So der Klambt-Verlag, Herausgeber von vielen Programmzeitschriften wie auch Frauen- und „People“-Magazinen. Gerne ließe er sich die Rechte einräumen zum Beispiel für die Nutzung im Ausland oder andere beliebige Dritte.
Burda Creative hätte auch gern immer mehr. Das Unternehmen produziert PR-Medien unter anderem für Edeka, Allianz, Citroen und andere – und verdient offensichtlich damit zu wenig. Auch hier will das Burda-Unternehmen gerne alle Nutzungsrechte und will die Nutzungsrechte gerne an Dritte weitergeben, und die dürften dann weiterreichen – stellt man sich bei Burda zumindest so vor. Ein medialer Tauschring nimmt seinen Anfang. Nur die Hersteller der Tauschware, die haben nichts davon.
Wer sich in solchen Fällen wehren will – ver.di hilft gerne, Rechtsberatung und Rechtsschutz sind im Mitgliedsbeitrag enthalten.
psch

VG Bild-Kunst – Stimmen übertragen!

Im Kampf für gerechte und angemessene Vergütungen für Urheber/innen und Leistungsschutzberechtigte sind die Verwertungsgesellschaften besonders wichtig. Die Verwertungsgesellschaft Bild-Kunst lädt für den 28. Juni zu den Berufsgruppenversammlungen und die diesjährige Mitgliederversammlung ein – die Gremien haben in diesem Jahr einige Satzungsänderungen und Änderungen der Verteilungspläne auf der Agenda. Weiterlesen

KSK-Beitragsehrlichkeit der Wirtschaft soll stärker kontrolliert werden

Nach der erfolgreichen, von ver.di unterstützten Petition zur Künstlersozialkasse (KSK) hat das Kabinett am letzten Mittwoch einen Gesetzesentwurf zur Sicherung der KSK beschlossen. Demnach soll die Wirtschaft stärker kontrolliert werden. In der Vergangenheit hatten viele Firmen keine KSK-Abgaben entrichtet, die KSK-Beiträge stiegen von 4,1 (2013) auf 5,2 Prozent (2014). Um weitere Beitragssteigerungen zu vermeiden, soll es statt bisher 75.000 Kontrollen künftig 400.000 Kontrollen geben. Die erhofften Mehreinnahmen belaufen sich auf 32 Millionen Euro.
„Die Künstlersozialkasse mit ihrem Modell der Auftraggeberbeteiligung hat sich als zukunftsweisende Institution bewährt und würde durch die Umsetzung des Gesetzesentwurfes zur Stabilisierung des Künstlersozialabgabesatzes noch einmal deutlich besser abgesichert“, betonte der stellvertretende ver.di-Vorsitzende Frank Werneke.

KSK im Petitionsausschuss des Bundestages

Am 6. August endete eine außerordentlich erfolgreiche Petition zum Erhalt der Künstlersozialkasse (KSK). Die Unterzeichnerinnen und Unterzeichner forderten, dass die Deutsche Rentenversicherung gesetzlich dazu verpflichtet wird zu kontrollieren, ob auch die Unternehmen ihrer Abgabeverpflichtung nach dem Künstlersozialversicherungsgesetz nachkommen. Ohne regelmäßige Kontrollen bestünde die Gefahr, dass mehr und mehr Unternehmen die Abgaben nicht zahlen und der Beitragssatz für ehrliche Unternehmen stark ansteige. Hierdurch, so die Sorge des Petenten, könne die KSK insgesamt in Gefahr geraten. Zuletzt ist die Abgabe von 3,9 Prozent auf 5,2 Prozent gestiegen. Wir berichteten hier, hier und hier.

Nachdem die Petition mehr als 70.000 Unterstützerinnen und Unterstützer gefunden hatte, kam es heute zu einer Anhörung im Petitionsausschuss des Bundestags. Der Petent Hans-Jürgen Werner erklärte, dass es verschiedene Gründe gäbe, wenn Unternehmen die Abgabe nicht zahlen. Einige hätten tatsächlich noch nie von der Abgabe gehört, andere taktierten nach dem Motto, abwarten und eventuell nachzahlen. Weiterlesen